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Wie hoch ist die Chance auf den Jackpot wirklich?

1 zu 139.838.160. Eine Zahl, die niemand fühlen kann — bis man sie in Bilder übersetzt.

Wissen · ehrlich beantwortet

Wie hoch ist die Chance auf den Jackpot wirklich?

Die Chance auf sechs Richtige mit Superzahl beträgt 1 zu 139.838.160. Auf sechs Richtige ohne Superzahl 1 zu 13.983.816. Diese Zahlen sind keine Schätzung, sondern exakte Kombinatorik — und sie lassen sich in einer Zeile nachrechnen.

Woher die Zahl kommt

Aus 49 Kugeln werden 6 gezogen, die Reihenfolge spielt keine Rolle. Die Zahl der möglichen Kombinationen ist der Binomialkoeffizient „49 über 6":

49 · 48 · 47 · 46 · 45 · 44 ÷ (6 · 5 · 4 · 3 · 2 · 1) = 13.983.816

Genau eine dieser knapp 14 Millionen Kombinationen ist die gezogene. Die Superzahl ist eine Ziffer von 0 bis 9, also zehn Möglichkeiten — daraus werden 139.838.160.

Alle Gewinnklassen im Überblick

GewinnklasseChance
6 Richtige + Superzahl1 : 139.838.160
6 Richtige1 : 15.537.573
5 Richtige + Superzahl1 : 542.008
5 Richtige1 : 60.223
4 Richtige + Superzahl1 : 10.324
4 Richtige1 : 1.147
3 Richtige + Superzahl1 : 567
3 Richtige1 : 63
2 Richtige + Superzahl1 : 76

Die Chance auf irgendeinen Gewinn liegt bei rund 1 zu 31. Das klingt erfreulich — bis man sieht, dass die häufigste Gewinnklasse „2 Richtige + Superzahl" im Schnitt gut 5 € zahlt.

Was 1 zu 140 Millionen bedeutet

Vergleiche helfen mehr als Zahlen. Bei zwei Tippfeldern pro Woche bräuchte man rechnerisch etwa 1,3 Millionen Jahre, um einmal sechs Richtige mit Superzahl zu erwarten. Die Wahrscheinlichkeit, auf dem Weg zur Annahmestelle vom Blitz getroffen zu werden, ist in Deutschland höher.

Anschaulicher: Stellt man 139.838.160 Ein-Cent-Münzen nebeneinander, ergibt das eine Reihe von rund 2.600 Kilometern — von Flensburg bis Sizilien. Eine davon ist markiert. Ein Tipp ist ein Griff mit verbundenen Augen.

Wie oft es tatsächlich niemanden trifft

Unser Archiv enthält 212.690 amtliche Quotenzeilen. Daraus lässt sich auszählen, wie oft die Gewinnklassen leer blieben — und das Ergebnis ist deutlicher, als die meisten erwarten. Seit Einführung der Superzahl 1991 blieb der eigentliche Jackpot, also sechs Richtige mit Superzahl, in 72,2 % aller 3.144 ausgewerteten Ziehungen ohne jeden Gewinner. In den 1.103 Ziehungen seit 2016 waren es sogar 82,6 %.

Noch aussagekräftiger ist die Frage, wie oft in ganz Deutschland überhaupt kein Sechser fiel — also weder mit noch ohne Superzahl. Das war in 12,5 % aller Ziehungen der Fall, seit 2016 in 20,5 %. Trotz Millionen abgegebener Tippfelder trifft an jedem fünften Wochenende niemand alle sechs Zahlen. Das ist die andere Seite derselben Wahrscheinlichkeit.

Der höchste je gemessene Einzelgewinn

Der größte Einzelgewinn in unserem Archiv fiel am 3. Januar 2024: ein einzelner Tipp mit sechs Richtigen und Superzahl, 48.580.715,30 €. Beim EuroJackpot liegt die Bestmarke bei 120.000.000 € — erreicht am 22. Juli 2022, am 8. November 2022 und am 23. Juni 2023, jeweils von einem einzigen Tipp.

Mehr Felder helfen — aber weniger, als man denkt

Zwölf Tippfelder statt einem verzwölffachen die Chance. Aus 1 zu 140 Millionen wird 1 zu 11,7 Millionen. Das ist eine echte Verbesserung und trotzdem praktisch nicht von null zu unterscheiden. Ausführlich nachgerechnet unter Mehr spielen = mehr Chancen?

Wer sehen will, was ein bestimmter Tipp über Jahrzehnte tatsächlich gebracht hätte, kann das im Rückblick „Was hätte Dauerspielen gebracht?" mit echten historischen Quoten durchrechnen.

Wie oft trifft tatsächlich niemand?

Wahrscheinlichkeiten bleiben abstrakt, solange sie als Bruch dastehen. Unser Archiv erlaubt die anschaulichere Gegenprobe: Wie oft blieben die obersten Gewinnklassen trotz Millionen abgegebener Tippfelder komplett leer?

LOTTO 6aus49, Ziehungen seit Einführung der Superzahl 1991
Fall seit 1991 seit 2016
Jackpot (6 Richtige + Superzahl) ohne Gewinner72,2 %82,6 %
Überhaupt kein Sechser in Deutschland12,5 %20,5 %

Grundlage sind 3.144 beziehungsweise 1.103 Ziehungen mit vollständigen Quotendaten. In fast jeder fünften Ziehung der letzten Jahre traf in ganz Deutschland niemand alle sechs Zahlen. Der Anstieg gegenüber dem langjährigen Mittel hat einen einfachen Grund: Es werden weniger Tippfelder abgegeben als früher.

Der Erwartungswert: die ehrlichste Kennzahl

Die Gewinnchance beschreibt nur die halbe Wahrheit. Vollständig wird das Bild erst mit dem Erwartungswert — also der Frage, wie viel von einem eingesetzten Euro im Mittel zurückkommt.

Bei LOTTO 6aus49 werden rund 50 % der Einsätze als Gewinne ausgeschüttet. Der Rest verteilt sich auf Lotteriesteuer, Zweckabgaben, Vertriebsprovisionen und Verwaltung. Pro eingesetztem Euro fließen also im Mittel etwa 50 Cent zurück. Dieser Wert gilt unabhängig davon, welche Zahlen Sie tippen, wie oft Sie spielen oder welches System Sie verwenden.

Damit ist Lotto ein Spiel mit dauerhaft negativem Erwartungswert. Keine Auswahlstrategie kann daran etwas ändern, weil die Auszahlungsquote vorab feststeht und nicht von der Zahlenwahl abhängt. Wer über sehr viele Ziehungen spielt, nähert sich diesem Wert unweigerlich an — das ist keine Prognose, sondern eine Rechenregel. Ausführlich in Wohin die andere Hälfte fließt.

Vergleiche, die tatsächlich stimmen

Beliebte Vergleiche mit Blitzschlägen oder Haiangriffen hinken meist, weil die zugrundeliegenden Zahlen selten sauber sind. Zwei Vergleiche halten dagegen stand, weil sie rein rechnerisch bleiben:

Erstens: Die Chance auf sechs Richtige mit Superzahl beträgt 1 zu 139.838.160. Wer jede Mittwochs- und Samstagsziehung spielt, also 104 Ziehungen im Jahr, bräuchte rechnerisch rund 1,3 Millionen Jahre für eine Erwartung von einem Treffer.

Zweitens, und anschaulicher: Stellen Sie sich vor, Sie würden aus allen rund 84 Millionen Einwohnern Deutschlands blind eine einzige Person ziehen und müssten die richtige treffen. Ihre Chance dabei wäre immer noch etwa 1,7-mal höher als die auf sechs Richtige mit Superzahl.

Warum mehr Tippfelder wenig ändern

Zehn Tippfelder statt einem verzehnfachen die Chance — das ist richtig und klingt nach viel. Aus 1 zu 139,8 Millionen wird damit 1 zu 14,0 Millionen. Der Erwartungswert bleibt dabei unverändert bei rund 50 %, denn der Einsatz verzehnfacht sich ebenfalls.

Genau hier setzt der häufigste Denkfehler an: Die Chance relativ zu vervielfachen ist einfach; sie absolut in einen realistischen Bereich zu bringen, ist es nicht. Ausführlich durchgerechnet in Erhöht mehr Spielen die Gewinnchance?

Alle Zahlen stammen aus unserem eigenen Archiv (Stand 08/2026, wächst automatisch). Keine Auswertung dieser Seite erhöht die Gewinnchance irgendeines Tipps; ob und was du spielst, entscheidest allein du. Alle Angaben ohne Gewähr.