Serien
Wie oft fallen direkt aufeinanderfolgende Zahlen?
Viele meiden Zahlenfolgen wie 7-8 oder 23-24-25 — sie wirken „zu unwahrscheinlich". Die Rechnung sagt etwas anderes, und das Archiv bestätigt sie:
| Ziehungen mit mindestens einer Zweierfolge | 51 % (2.558 von 5.045) |
|---|---|
| Rechnerisch erwartet | 50 % |
| Längste Folge einer Ziehung | 5 Zahlen in Serie (10.04.1999) |
Beobachtung und Erwartung liegen beieinander — Serien sind normal, nicht selten. Für den Teilungsschutz sind sie trotzdem zweischneidig: Auffällige Muster wie 1-2-3-4-5 tippen viele Menschen gleichzeitig. Wer gewinnt, teilt.
Wiederholungen
Fiel je eine komplette Ziehung doppelt?
Ja, tatsächlich — hier ist die vollständige Liste:
- 2, 3, 11, 25, 27, 35 — gezogen am 27.05.1962 und am 08.01.2020
Mehr als ein Kuriosum ist das nicht: Bei Millionen möglicher Kombinationen und tausenden Ziehungen ist eine gelegentliche Wiederholung sogar zu erwarten (Geburtstagsparadoxon). Ein Grund, diese Zahlen zu tippen oder zu meiden, folgt daraus nicht.
Grundlage: alle 5.045 archivierten Ziehungen. Häufigste Paare und Dreiergruppen · Zur Statistik-Übersicht
Einordnung
Warum Zahlenfolgen gemieden werden — und was das kostet
Der Denkfehler
Eine Reihe wie 1-2-3-4-5-6 wirkt auf fast jeden unmöglich. Der Grund ist ein Denkfehler, den die Psychologie gut beschrieben hat: Wir bewerten eine Kombination danach, wie „zufällig" sie aussieht, statt danach, wie wahrscheinlich sie ist. Tatsächlich ist jede einzelne Kombination beim Ziehen exakt gleich wahrscheinlich — 1-2-3-4-5-6 genauso wie 4-11-23-29-38-45.
Was sich unterscheidet, ist die Anzahl der Kombinationen einer Sorte. Es gibt sehr viele unregelmäßig aussehende und sehr wenige geordnet aussehende. Deshalb sehen die meisten Ziehungen unregelmäßig aus — nicht, weil Ordnung seltener gezogen würde, sondern weil es von ihr weniger Exemplare gibt.
Wo der Unterschied doch zählt
Auf die Gewinnwahrscheinlichkeit hat die Wahl der Zahlen keinen Einfluss. Auf die Höhe eines möglichen Gewinns schon: Alle Gewinnklassen werden unter denjenigen aufgeteilt, die sie getroffen haben. Wer eine Kombination tippt, die viele andere ebenfalls spielen, teilt im Gewinnfall durch mehr Köpfe.
Genau hier kehrt sich die verbreitete Scheu um. Zahlenfolgen und Zahlen über 31 werden von vielen gemieden — wer sie trotzdem tippt, trifft im Gewinnfall auf weniger Mitgewinner. Das macht einen Treffer nicht wahrscheinlicher. Es verändert nur, wie viel ein Treffer wert wäre. Beides sauber getrennt zu halten, ist der ganze Punkt: Ihre Gewinnchance bleibt unverändert.
Wie Sie das nachrechnen
Die Tabelle oben vergleicht die beobachtete Häufigkeit von Zahlenfolgen mit dem theoretisch erwarteten Wert. Beide liegen erfahrungsgemäß nah beieinander — das ist der Test, ob sich Folgen anders verhalten als der Rest. Sie tun es nicht.
Wie stark verbreitete Tippmuster die Quoten drücken, lässt sich im Teilungsschutz-Rechner abschätzen. Die realen LOTTO 6aus49-Quoten der Vergangenheit stehen im Archiv, die Häufigkeiten je Zahl in der Statistik.