Serien
Wie oft fallen direkt aufeinanderfolgende Zahlen?
Viele meiden Zahlenfolgen wie 7-8 oder 23-24-25 — sie wirken „zu unwahrscheinlich". Die Rechnung sagt etwas anderes, und das Archiv bestätigt sie:
| Ziehungen mit mindestens einer Zweierfolge | 100 % (7.949 von 7.954) |
|---|---|
| Rechnerisch erwartet | 100 % |
| Längste Folge einer Ziehung | 9 Zahlen in Serie (11.11.2009) |
Beobachtung und Erwartung liegen beieinander — Serien sind normal, nicht selten. Für den Teilungsschutz sind sie trotzdem zweischneidig: Auffällige Muster wie 1-2-3-4-5 tippen viele Menschen gleichzeitig. Wer gewinnt, teilt.
Wiederholungen
Fiel je eine komplette Ziehung doppelt?
Nein — in 7.954 archivierten Ziehungen kam keine Kombination doppelt. Auch das ist kein Muster, sondern schlicht die Größe des Zahlenraums.
Grundlage: alle 7.954 archivierten Ziehungen. Häufigste Paare und Dreiergruppen · Zur Statistik-Übersicht
Einordnung
Zahlenfolgen: Eindruck und Messung
Der Denkfehler
Eine Reihe wie 1-2-3-4-5-6 wirkt auf fast jeden unmöglich. Der Grund ist ein Denkfehler, den die Psychologie gut beschrieben hat: Wir bewerten eine Kombination danach, wie „zufällig" sie aussieht, statt danach, wie wahrscheinlich sie ist. Tatsächlich ist jede einzelne Kombination beim Ziehen exakt gleich wahrscheinlich — 1-2-3-4-5-6 genauso wie 4-11-23-29-38-45.
Was sich unterscheidet, ist die Anzahl der Kombinationen einer Sorte. Es gibt sehr viele unregelmäßig aussehende und sehr wenige geordnet aussehende. Deshalb sehen die meisten Ziehungen unregelmäßig aus — nicht, weil Ordnung seltener gezogen würde, sondern weil es von ihr weniger Exemplare gibt.
Was die Quoten über Zahlenfolgen verraten
Auf die Gewinnwahrscheinlichkeit hat die Wahl der Zahlen keinen Einfluss. KENO zahlt feste Gewinne je Einsatz („Jeder KENO-Typ hat einen eigenen Gewinnplan mit festen Quoten“, lotto.de). Einzige Ausnahme: Treffen bei Typ 10 mehr als 5 Spielscheine „10 Richtige“ oder bei Typ 9 mehr als 10 Spielscheine „9 Richtige“, wird die Höchstquote nach Ziffer 4.7 der Teilnahmebedingungen anteilig gekürzt. Ob Zahlenfolgen beliebt oder unbeliebt sind, spielt für die Auszahlung deshalb – bis auf diese Ausnahme – keine Rolle.
Wie Sie das nachrechnen
Die Tabelle oben vergleicht die beobachtete Häufigkeit von Zahlenfolgen mit dem rechnerisch erwarteten Wert. Liegen beide nah beieinander, verhalten sich Folgen beim Ziehen wie jede andere Struktur.
Die realen KENO-Quoten der Vergangenheit stehen im Archiv, die Häufigkeiten je Zahl in der Statistik.