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Die Gewinnklassen — und was sie wirklich zahlen

Nicht die Theorie, sondern die echten Beträge: Median-Quoten aus unserem eigenen Archiv seit 2021.

Wissen · ehrlich beantwortet

Die Gewinnklassen — und was sie wirklich zahlen

LOTTO 6aus49 hat neun Gewinnklassen. Was sie im Durchschnitt zahlen, steht selten irgendwo — die Quoten schwanken von Ziehung zu Ziehung, weil sie sich nach der Zahl der Gewinner richten. Aus unserem Archiv lässt sich der tatsächliche Durchschnitt berechnen: Grundlage sind 1.103 Ziehungen seit 2016 mit vollständigen amtlichen Quoten.

Was jede Klasse durchschnittlich zahlt

GewinnklasseChance Durchschnittliche Quote
6 Richtige + Superzahl1 : 139.838.160 rund 1.957.912 €
6 Richtige1 : 15.537.573 rund 1.033.067 €
5 Richtige + Superzahl1 : 542.008 rund 13.667 €
5 Richtige1 : 60.223 rund 4.135 €
4 Richtige + Superzahl1 : 10.324 rund 201 €
4 Richtige1 : 1.147 rund 49 €
3 Richtige + Superzahl1 : 567 rund 22 €
3 Richtige1 : 63 rund 11 €
2 Richtige + Superzahl1 : 76 rund 6 €

Warum die Quoten schwanken

Anders als bei KENO sind die Lotto-Quoten nicht fest. Jede Gewinnklasse bekommt einen festen Anteil am Spieleinsatz, und dieser Topf wird durch die Zahl der Gewinner geteilt. Tippen viele Menschen dieselbe Kombination, fällt die Quote entsprechend.

Das erklärt die enorme Spannweite. Die Klasse „6 Richtige + Superzahl" hat in unserem Archiv schon 48,6 Millionen € gezahlt — und in anderen Ziehungen deutlich unter zwei Millionen, weil sich mehrere Gewinner den Topf teilten.

Ein Sonderfall fällt beim Durchschnitt auf: Die Klasse „6 Richtige" ohne Superzahl zahlt im Mittel rund 1,03 Mio. € und ist damit seltener, aber im Schnitt niedriger dotiert als die Klasse mit Superzahl. Der Grund ist der Jackpot: Nicht ausgeschüttete Beträge wandern ausschließlich in die höchste Klasse.

Die Klasse, die fast jeder unterschätzt

„3 Richtige" trifft man rechnerisch jede 63. Ziehung und bekommt dafür im Schnitt gut 11 €. Bei einem Spieleinsatz von 1,20 € pro Feld bedeutet das: Die häufigste nennenswerte Gewinnklasse deckt etwa neun Spieleinsätze ab. Wer wöchentlich ein Feld spielt, erlebt sie im Schnitt einmal pro Jahr.

Was am Ende zurückfließt

Über alle Gewinnklassen zusammen schüttet LOTTO 6aus49 rund 50 % der Spieleinsätze wieder aus. Der Rest geht an Steuern, Zweckabgaben, Vertrieb und Verwaltung. Ausführlich unter Wie viel zahlt Lotto wirklich aus?

Die vollständigen amtlichen Quoten jeder einzelnen Ziehung stehen bei uns im LOTTO-Archiv — Ziehung für Ziehung, Klasse für Klasse, seit 1955.

Die Gewinnklassen mit realen Quoten

Die Wahrscheinlichkeiten stehen im Regelwerk, die tatsächlich ausgezahlten Beträge nicht. Sie schwanken von Ziehung zu Ziehung, weil jeder Topf unter allen Gewinnern der Klasse aufgeteilt wird. Aus unserem Archiv lässt sich der typische Wert bestimmen — der Median über alle Ziehungen seit 2002.

LOTTO 6aus49, Medianquoten aus 2.564 Ziehungen seit 2002
Gewinnklasse Chance je Tippfeld Median-Quote
6 Richtige + Superzahl 1 zu 139.838.160meist unbesetzt
6 Richtige 1 zu 15.537.573525.517 €
5 Richtige + Superzahl 1 zu 542.00811.919 €
5 Richtige 1 zu 60.2233.421 €
4 Richtige + Superzahl 1 zu 10.324194 €
4 Richtige 1 zu 1.14744,70 €
3 Richtige + Superzahl 1 zu 56721,10 €
3 Richtige 1 zu 6310,40 €
2 Richtige + Superzahl 1 zu 765,00 €

Der Median ist hier aussagekräftiger als der Mittelwert, weil einzelne Rekordziehungen den Durchschnitt stark nach oben ziehen. In der Klasse 1 steht „meist unbesetzt", weil sie seit 1991 in 72,2 % aller Ziehungen ohne Gewinner blieb — der Betrag wandert dann in die nächste Ziehung.

Warum die oberen Klassen so stark schwanken

Ein Blick auf die Spannweite macht das Prinzip deutlich. Bei sechs Richtigen reicht die ausgezahlte Quote im Archiv von wenigen Zehntausend Euro bis zu 37.050.634,80 Euro. Bei drei Richtigen liegt die gesamte Spannweite dagegen etwa zwischen 8 und 16 Euro.

Der Grund ist die Zahl der Gewinner. In den unteren Klassen gewinnen Hunderttausende gleichzeitig; ein einzelner Gewinner mehr oder weniger fällt nicht ins Gewicht, und die Quote pendelt sich ein. In den oberen Klassen entscheidet dagegen die Frage, ob eine, zwei oder gar keine Person getroffen hat — und das halbiert oder verdoppelt den Betrag sofort.

Daraus folgt die praktische Konsequenz: Ausgerechnet dort, wo die Beträge groß sind, hängt das Ergebnis am stärksten davon ab, wie viele andere dieselbe Kombination gespielt haben. Bei sechs Richtigen ohne Superzahl standen im Archiv schon einmal 124 Gewinner gleichzeitig auf der Liste.

Warum es zwei Zusatzzahlen gab

Wer ältere Ziehungen ansieht, stößt auf zwei verschiedene Systeme. Bis 2013 gab es die Zusatzzahl: eine siebte Kugel, die aus den verbliebenen 43 gezogen wurde und über die Klassen 3, 5 und 7 entschied. Sie wurde zum 4. Mai 2013 abgeschafft.

Die Superzahl funktioniert anders. Sie ist die letzte Ziffer der Losnummer auf dem Spielschein und wird nicht aus den 49 Zahlen gezogen, sondern läuft von 0 bis 9. Sie wurde im Dezember 1991 eingeführt und entscheidet seither über die Klasse 1.

Auf unseren Ziehungsseiten sind beide Systeme jeweils als das gekennzeichnet, was zum Zeitpunkt der Ziehung galt — ebenso wie DM-Beträge vor 2002, die wir nie in Euro umrechnen. Nachvollziehbar im Archiv.

Alle Zahlen stammen aus unserem eigenen Archiv (Stand 08/2026, wächst automatisch). Keine Auswertung dieser Seite erhöht die Gewinnchance irgendeines Tipps; ob und was du spielst, entscheidest allein du. Alle Angaben ohne Gewähr.