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70 Jahre LOTTO 6aus49 — die Meilensteine

Vom Lochkarten-Zeitalter bis heute: die Geschichte des deutschen Zahlenlottos, belegt mit Ziehungen aus unserem Archiv.

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70 Jahre LOTTO 6aus49 — die Meilensteine

Am 9. Oktober 1955 fand in Hamburg die erste Ziehung von LOTTO 6aus49 statt. Seitdem sind 5.032 Ziehungen zusammengekommen — alle liegen in unserem Archiv, Ziehung für Ziehung, mit den amtlichen Quoten.

Die wichtigsten Stationen

JahrEreignis
1955Erste Ziehung am 9. Oktober, zunächst nur sonntags
1965Umstellung auf Samstag
1975Spiel 77 startet
1982Einführung der Zusatzzahl
1991SUPER 6 und GlücksSpirale in heutiger Form
2000Zusätzliche Mittwochsziehung
2004KENO startet, täglich
2012EuroJackpot startet am 23. März
2013Superzahl ersetzt die Zusatzzahl
2024freiheit+ startet im Juli

Warum die Statistik über 70 Jahre trügt

Diese Zeitleiste ist der Grund, warum Häufigkeitsstatistiken über die gesamte Historie mit Vorsicht zu genießen sind. Zwischen 1955 und 1965 wurde nur einmal pro Woche gezogen, ab 2000 zweimal. Die Ziehungsgeräte und Kugelsätze wurden mehrfach ausgetauscht. Wer alle Ziehungen aufsummiert, mischt damit Epochen mit völlig unterschiedlicher Ziehungsdichte.

Deshalb finden sich in unseren Häufigkeitsauswertungen immer auch die Zahlen nach Jahrzehnten getrennt.

Was sich nicht geändert hat

Die Grundmechanik ist seit 1955 dieselbe: Kugeln, ein Ziehungsgerät, keine Erinnerung an vorherige Ziehungen. Auch die Ausschüttungsquote von rund 50 % ist über Jahrzehnte weitgehend konstant geblieben.

Und ein Detail, das viele überrascht: In 12,5 % aller Ziehungen mit vollständigen Quotendaten gab es überhaupt keinen Sechser in Deutschland — weder mit noch ohne Superzahl. In den Ziehungen seit 2016 ist dieser Anteil sogar auf 20,5 % gestiegen, weil die Zahl der abgegebenen Tippfelder zurückgegangen ist. Der eigentliche Jackpot, sechs Richtige mit Superzahl, blieb seit 1991 in 72,2 % aller Ziehungen unbesetzt.

Das komplette Archiv

Jede der 5.032 Ziehungen ist bei uns einzeln abrufbar, mit Gewinnzahlen, Superzahl beziehungsweise Zusatzzahl und den amtlichen Quoten aller Gewinnklassen: zum LOTTO-Archiv. Dazu kommen 7.884 KENO-Ziehungen, 976 EuroJackpot-Ziehungen, 4.030 Spiel-77- und 3.160 SUPER-6-Ziehungen.

Die wichtigsten Wendepunkte

Die Geschichte des deutschen Zahlenlottos lässt sich an einigen Daten festmachen, die jeweils das Spiel selbst verändert haben.

9. Oktober 1955: die erste Ziehung von 6 aus 49 in Deutschland. Sie ist bei uns als Einzelseite abrufbar und bildet den Anfang unseres Archivs.

1965: Einführung der Zusatzzahl, einer siebten Kugel aus den verbliebenen 43, die zusätzliche Gewinnklassen eröffnete.

1975: Start von Spiel 77 als Zusatzlotterie über die Losnummer des Spielscheins.

Dezember 1991: Einführung der Superzahl. Sie ist die letzte Ziffer der Losnummer und entscheidet seither über die höchste Gewinnklasse. Im selben Jahr starten SUPER 6 und die GlücksSpirale in ihrer heutigen Form.

2002: Umstellung von D-Mark auf Euro. Ältere Quoten weisen wir in unserem Archiv weiterhin in DM aus und rechnen sie grundsätzlich nicht um — eine umgerechnete historische Quote wäre eine Zahl, die es nie gegeben hat.

4. Mai 2013: Abschaffung der Zusatzzahl und Neuordnung der Gewinnklassen.

23. März 2012: erste EuroJackpot-Ziehung, zunächst freitags. Seit 2022 wird zusätzlich dienstags gezogen, und der Zahlenraum wurde auf 5 aus 50 plus 2 aus 12 umgestellt.

Was sich verändert hat — und was nie

Über all diese Umbauten hinweg ist eine Größe bemerkenswert stabil geblieben: die Ausschüttungsquote von rund 50 %. Auch die Grundmechanik hat sich nicht verändert — Kugeln, ein Ziehungsgerät und keinerlei Erinnerung an vorherige Ziehungen.

Verändert hat sich dagegen die Beteiligung. In den 1970er Jahren wurden erheblich mehr Tippfelder abgegeben als heute, was sich in den Quoten direkt niederschlägt: Die Zahl der Gewinner je Klasse war höher, die Einzelquote entsprechend niedriger. Umgekehrt bleibt der Jackpot heute häufiger unbesetzt — seit 2016 in 82,6 % aller Ziehungen gegenüber 72,2 % im langjährigen Mittel seit 1991.

Warum ein lückenloses Archiv wichtig ist

Unser Archiv reicht bis zur ersten Ziehung 1955 zurück, und das aus einem sachlichen Grund. Erst über sehr viele Ziehungen lässt sich beurteilen, ob eine Auffälligkeit normal ist.

Ein Beispiel: Über alle 5.032 Ziehungen wurde jede Zahl im Mittel 616,2-mal gezogen. Die häufigste kam auf 678, die seltenste auf 550. Ohne den vollen Bestand ließe sich nicht sagen, ob dieser Abstand auffällig ist — mit ihm lässt es sich exakt beantworten: Er entspricht etwa 2,5 Standardabweichungen und liegt damit genau im erwarteten Bereich.

Kurze Zeitfenster erzeugen dagegen fast beliebige Muster. Genau darauf beruhen die meisten kommerziellen Zahlensysteme. Ein vollständiges Archiv ist deshalb weniger ein historisches Interesse als das wirksamste Mittel gegen Fehlschlüsse. Alle Ziehungen finden Sie im Lottozahlen-Archiv, nach Jahrzehnten sortiert in der Themenübersicht.

Alle Zahlen stammen aus unserem eigenen Archiv (Stand 08/2026, wächst automatisch). Keine Auswertung dieser Seite erhöht die Gewinnchance irgendeines Tipps; ob und was du spielst, entscheidest allein du. Alle Angaben ohne Gewähr.